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Maschenprobe messen und richtig anfertigen

Die Maschenprobe sagt, wie viele Maschen und Reihen in vier Zoll deines Gestricks passen, und sie ist die eine Zahl, die entscheidet, ob ein fertiges Stück die Größe bekommt, die die Anleitung versprochen hat. Zum Messen arbeitest du eine Probe von mindestens sechs Zoll im Quadrat im Mustermaschenbild, legst sie flach hin, ohne zu ziehen, und zählst die Maschen über vier Zoll in der Mitte. Ist deine Zahl höher als die der Anleitung, sind deine Maschen zu klein und du brauchst eine größere Nadel. Ist sie niedriger, geh kleiner.

Was ist die Maschenprobe, und warum entscheidet sie über die Größe?

Die Maschenprobe, in UK-Anleitungen tension genannt, ist die Dichte deines Gestricks. Sie steht als Zahlenpaar da, meist so etwas wie 14 Maschen und 16 Reihen auf 4 Zoll, manchmal auch pro 10 Zentimeter.

Sie zählt aus reiner Rechenlogik. Eine Anleitung nennt dir eine feste Maschenzahl, keine feste Zentimeterzahl. Nimmt die Anleitung an, dass 14 Maschen 4 Zoll ergeben, und deine ergeben 3,5, dann fällt eine Reihe aus 140 Maschen 5 Zoll schmaler aus als gedacht. Bei einem Pullover ist das eine ganze Größe.

Zwei Leute mit derselben Wolle und derselben Nadel können unterschiedliche Maschenproben bekommen, weil die eigene Fadenspannung persönlich ist. Genau deshalb geben Anleitungen eine Maschenprobe an statt nur eine Nadelstärke.

Wie machst du eine Maschenprobe?

Mach sie größer, als du denkst. Randmaschen ziehen anders als die Mitte, also misst eine kleine Probe ihre eigene Verzerrung statt deines Gestricks.

Arbeite sie genau so, wie du das Projekt arbeiten wirst: gleiche Wolle, gleiche Nadel, gleiches Muster, gleiche Hand. Eine Probe in festen Maschen sagt nichts über eine Decke im Fächermuster.

  1. Nimm die Wolle und die Nadel, die die Anleitung nennt, und genau das Muster, das sie verwendet.
  2. Arbeite mindestens 6 Zoll breit und 6 Zoll hoch, damit du ein sauberes Fenster von 4 Zoll in der Mitte hast.
  3. Arbeite sie in Reihen oder in Runden, je nachdem, was das Projekt nutzt, denn die Maschenprobe unterscheidet sich zwischen beiden.
  4. Vernähe den Faden und lass die Probe ein paar Minuten ruhen. Das Gestrick entspannt sich von der Nadel weg.
  5. Wasch und trockne sie so, wie du das fertige Stück waschen wirst, falls es je gewaschen wird. Baumwolle und Superwash-Wolle können sich messbar verändern.

Wie misst du eine Maschenprobe richtig?

Leg die Probe flach auf den Tisch. Halte sie nicht hoch, spann sie nicht mit Nadeln stramm, und zieh sie nicht auf eine Zahl, die dir gefällt.

Leg ein Lineal quer über die Mitte der Probe, gut weg von den Rändern. Zähle, wie viele Maschen auf 4 Zoll fallen, halbe Maschen als Bruchteile mitgerechnet, dann dreh das Lineal und zähle die Reihen auf 4 Zoll genauso.

Miss an zwei oder drei Stellen und bilde den Mittelwert. Weichen diese Stellen stark voneinander ab, setzt sich deine Spannung noch, was meist heißt: die Probe ist zu klein, oder du warst in den ersten Reihen noch am Warmwerden.

Was änderst du, wenn die Maschenprobe nicht passt?

Ändere die Nadelstärke, nicht deine Hände. Absichtlich lockerer zu häkeln klappt etwa zehn Reihen lang, dann kommt deine natürliche Spannung zurück.

Die Regel ist kurz: zu viele Maschen auf 4 Zoll heißt, deine Maschen sind zu klein, also geh eine Größe hoch. Zu wenige Maschen heißt, sie sind zu groß, also geh eine Größe runter. Wechsle immer nur eine Größe und mach die Probe neu.

Die Maschenzahl zählt in den meisten Anleitungen mehr als die Reihenzahl, weil Reihen meist auf ein Maß gearbeitet und Maschen nach Anzahl angeschlagen werden. Wenn du nur eines treffen kannst, triff die Maschen und korrigiere die Reihen später durch Messen.

Musst du wirklich jedes Mal eine Probe machen?

Nein. Mach sie, wenn die Fertiggröße zählt und das Stück teuer an Zeit oder Wolle ist: Kleidungsstücke, Mützen, Socken, alles Taillierte und alles, was du für jemand anderen machst.

Bei Schals, Decken, Spültüchern und Amigurumi kannst du sie weglassen, denn eine leicht andere Größe ist schlicht ein leicht anderer Schal. Amigurumi hat ohnehin seine eigene Regel: fest genug arbeiten, dass die Füllung nicht durchschaut, meist mit einer Nadel ein bis zwei Größen unter der Banderole.

Wenn du eine Probe machst, heb sie auf. Eine Probe mit Notiz zu Wolle, Nadel und Maschenprobe ist ein Nachschlagewerk, das du wieder brauchst, und der schnellste Weg zur Frage, ob sich das Knäuel in deinem Vorrat noch so verhält, wie du es in Erinnerung hast.

Verliere nie deinen Platz, während du das machst. Worsted zählt jede Reihe und merkt sich genau, wo du in der Anleitung warst, fürs Häkeln und Stricken.

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